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Die negative Zukunftsprojektion

Die materielle Weltsicht sieht keinen Zusammenhang zwischen den Prozessen der Welt und menschlichen Interessen: Die Prozesse in der Welt verlaufen einfach irgendwie, ganz egal, was der Mensch sich wünscht, was er will und was er braucht (so die falsche Annahme).

Infolgedessen schätzt der Mensch in materieller Weltsicht zukünftige Entwicklungen überwiegend negativ ein. Negativ bedeutet "nicht mit seinen Interessen übereinstimmend".

Eine solche Übereinstimmung könnte sich in materieller Weltsicht auch nur zufällig ergeben.

Es ergibt sich also eine negative Erwartung zukünftiger Entwicklungen. Ich nenne das die negative Zukunftsprojektion. Ich erinnere hier nur an die ständigen negativen Prognosen von Experten über bestimmte Entwicklungen in den Medien.

Diese negative Erwartung führt beim Menschen zu Gegenmaßnahmen: Er versucht die angenommene negative Entwicklung zu verhindern bzw. zu korrigieren.

Damit löst die negative Erwartung ein Verhalten aus, sie lenkt den Energieeinsatz des Menschen.

Und wie alle Ideen, welche den Energieeinsatz des Menschen beeinflussen dürfen, verwirklicht sich die negative Erwartung genau dadurch als Erfahrung.

Eine Entwicklung, die sonst nie eingetreten wäre, tritt nun doch ein, verursacht durch die Maßnahmen, die sie eigentlich verhindern sollten.

Nun aktiviert sich Entwicklungsstrang 2: Die Erfahrung scheint die negative Erwartung zu bestätigen ("Wir wussten es doch!") und verstärkt die Gegenaktivität.

Die Anstrengungen werden nun vervielfacht, die negative Erfahrung in den Griff zu bekommen. Und all das führt dazu, dass die Erfahrung wächst und wächst und wächst ...

nächstes Kapitel: Übertragung (Modelle der Entstehung negativer Erfahrung)