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warum dann negative Entwicklung?

Warum führt dann aber die materielle Weltsicht trotz derart positiver Grundannahmen schließlich in negative Zukunftserwartungen?

Zunächst einmal ist die Welt wie sie ist. Der Mensch kann nicht erwarten, dass die Welt einfach so ist, wie er annimmt, dass sie ist. Sondern es ist Aufgabe des Menschen herauszufinden, wie die Welt wirklich ist, anstatt seine Annahmen darüber als das Maßgebliche zu sehen.

Über eine Sache hatten wir schon gesprochen:

Erfahrungen sind nicht dazu da, beseitigt zu werden, sondern Erfahrungen sind dazu da, durchlebt zu werden. Die Anwendung des Manipulationsanspruchs auf negative Erfahrungen führt dazu, dass diese immer weiter anwachsen.

Ich möchte jetzt aber noch auf etwas anderes hinaus:

Die materielle Weltsicht führt trotz ihrer durchaus positiven Grundannahmen in negative Zukunftserwartungen, weil sie dem Menschen die volle Verantwortung für das Erzielen von Wirkungen im eigenen Interesse aufbürdet.

Und das kann der Mensch ganz einfach nicht leisten. Er kann es noch nicht einmal ansatzweise leisten. Es führt zu einer totalen Überforderung.

Der Mensch kann die Wirkungen für die er sich in der Verantwortung sieht, zum großen Teil überhaupt nicht erzeugen. Er merkt es nur nicht, weil seine Anstrengungen die Tatsache überlagern, dass vieles, um das er angestrengt ringt, auch ohne die Anstrengungen einfach gegeben gewesen wäre.

Der Manipulationsanspruch und die praktischen Möglichkeiten des Menschen passen ganz einfach überhaupt nicht zusammen. Würde der Mensch tatsächlich für all die Wirkungen selbst verantwortlich sein, für die er sich verantwortlich sieht - diese Welt würde nicht eine einzige Sekunde weiter existieren.

nächstes Kapitel: Negative Erwartungen II (Der Manipulationsanspruch)